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KURZ VOR WM-AUFTAKT

Laimer: „Ich kann nicht in die Glaskugel sehen“

krone Sport

Konrad Laimer ist der Vielspieler im österreichischen Nationalteam. Auf welcher Position er bei der WM zum Einsatz kommen wird, weiß der Bayern-Legionär nicht: „Ich kann nicht in die Glaskugel sehen!“


Der Salzburger absolvierte in der abgelaufenen Saison insgesamt 55 Partien für den FC Bayern und die ÖFB-Auswahl und damit so viele wie kein anderer aus dem aktuellen Kader. Dennoch sieht sich der 29-Jährige allein schon aufgrund der großen Vorfreude für die WM gerüstet. „Ich hätte 97 Spiele machen können und würde mich frisch fühlen“, sagte Laimer am Sonntag nach dem Training in Santa Barbara.

Bild: GEPA

Der 57-fache Internationale gilt sowohl bei den Bayern als auch im Nationalteam als Allrounder, ist unter anderem auf beiden Außenpositionen der Viererkette, im Mittelfeldzentrum oder am Flügel einsetzbar. Wo er im WM-Auftaktmatch gegen Jordanien aufgeboten wird, weiß Laimer laut eigenen Angaben selbst nicht. „Ich kann nicht in die Glaskugel sehen. Es kann sein, dass ich die ganze WM auf der gleichen Position spiele oder jedes Spiel auf einer anderen.“

Problem mit seinen ständigen Rochaden hat Laimer keines. „Mittlerweile ist es so, dass ich gar keine Position mehr erwarte. Es kann sich immer alles schnell drehen und es kommt immer darauf an, welche Ideen wir haben“, meinte der Ex-Red-Bull-Kicker und ergänzte: „Ich glaube, ich kann der Mannschaft auf jeder Position etwas geben.“

Laimer will Österreich bei der WM in den Fokus rücken
Für die Endrunde in Nordamerika hat Laimer kein genau definiertes Ziel. „Wenn wir unsere Leistung so bringen wie in den letzten Jahren, bin ich happy.“ Ein überraschend gutes Abschneiden sei durchaus denkbar. „Im Fußball kann immer alles passieren. Es kann so weit gehen, wie es geht.“ Laimers Parole lautet: „Wir wollen der ganzen Welt zeigen, wie gut so ein – unter Anführungsstrichen – kleines Land wie Österreich Fußball spielen kann.“

Bild: GEPA

Nicht dazu beitragen kann der verletzte Christoph Baumgartner. Der Ausfall des Niederösterreichers wiegt schwer, betonte Laimer. „Wir werden versuchen, das als Mannschaft aufzufangen, aber wir werden ihn nie eins zu eins ersetzen können. Er ist wie jeder einzelne hier sehr speziell“, erklärte der Bayern-Profi. „Er wird immer Teil dieser Gruppe und Teil des Erfolgs sein, weil er so viel für die Mannschaft gibt, auch neben dem Platz.“

Baumgartner verletzte sich am Montag beim Aufwärmen für das Testspiel gegen Tunesien schwer im Oberschenkel-Adduktorenbereich und wurde bereits in Turku operiert. Dennoch will der 26-Jährige in die USA nachreisen. „Als klar war, dass er ausfällt, war das Erste, das er gesagt hat, dass er unbedingt herkommen will. Wenn er fliegen kann, will er kommen und uns unterstützen“, erzählte Laimer.

Klub-Zukunft hat gegenüber WM Nachrang
Während Baumgartner monatelang pausieren muss, kann Laimer bei der WM Werbung in eigener Sache betreiben. Eine mögliche Vertragsverlängerung beim FC Bayern steht nach wie vor aus, der Verbleib in München ist ebenso denkbar wie ein Wechsel. „Ich bin da relativ entspannt“, meinte der Salzburger. Sollte ein passendes Angebot eintrudeln, könnte seine Klub-Zukunft noch vor der WM entschieden sein. „Wenn nicht, gibt es Gespräche danach. Doch mein voller Fokus liegt auf dem Hier und Jetzt, auf der WM.“


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